Fahrerlaubnisprüfung in Deutschland argeTP21-Logo
Praktische Fahrerlaubnisprüfung


Wir optimieren die Praktische Fahrerlaubnisprüfung

Die Praktische Fahrerlaubnisprüfung hat sich in den letzten 100 Jahren immer wieder verändert. An der Schwelle des 20. Jahrhunderts lag der Fokus zunächst auf der Fahrzeugbedienung. Später traten Verkehrsvorschriften in den Vordergrund. Erst in den 1930er-Jahren verlagerte sich der Schwerpunkt auf die Prüfung fahrpraktischer Fähigkeiten. So ist es auch heute noch: Die Fahrerlaubnisbewerber sollen in der Prüfung zeigen, dass sie selbstständig und sicher im öffentlichen Straßenverkehr fahren können. Anhand dieser Leistungen entscheidet der Fahrerlaubnisprüfer, ob der Bewerber über ausreichend Fahrkompetenz verfügt und zur selbstständigen sicheren Teilnahme am Straßenverkehr in der Lage ist.

Unser Ziel ist es, die Potenziale der Praktischen Fahrerlaubnisprüfung optimal auszuschöpfen. Dafür wurde ein Konzept für eine optimierte Praktische Fahrerlaubnisprüfung erarbeitet und erprobt.

Der bis dato letzte Meilenstein war das „Revisionsprojekt zur optimierten Praktischen Fahrerlaubnisprüfung” der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt). Es wurde unter der Leitung des Instituts für angewandte Familien-, Kindheits- und Jugendforschung an der Universität Potsdam (IFK) gemeinsam mit der TÜV | DEKRA arge tp 21, den Technischen Prüfstellen und der Fahrlehrerschaft durchgeführt. Dabei wurden eine Reihe wissenschaftlicher Untersuchungen zur Bewertung der optimierten Prüfungsinhalte und Prüfungsabläufe umgesetzt. Das übergeordnete Ziel dieses Projekts bestand darin, die Inhalte und den Ablauf einer optimierten Praktischen Fahrerlaubnisprüfung im Prüfungsalltag zu erproben. Hierzu fanden von September 2014 bis Februar 2015 in ausgewählten Modellregionen der Technischen Prüfstellen etwa 9.000 optimierte Praktische Fahrerlaubnisprüfungen statt. Dabei kam ein neues „Werkzeug” für Fahrerlaubnisprüfer zum Einsatz: das „elektronischen Prüfprotokoll” (e-Prüfprotokoll).
April 2017